Was ist Synchron-Skat?



Beim Synchron-Skat wird zunächst nach den ganz normalen Skat-Regeln gespielt. Die Besonderheit beim Synchron-Skat besteht darin, dass an allen Tischen mit denselben Karten gespielt wird. Hierdurch wird der Glücks-Faktor minimiert - vielmehr ist es entscheidend, was man aus seinen Karten macht. Entscheidenden Einluß hat hierauf aber nicht nur die eigene Spielstärke sondern naturgemäß auch die Spielstärke der Mitspieler am Tisch.

Der Turnierablauf ist beim Synchron-Skat identisch zu einem normalen Turnier und nach meinem Verständnis gelten auch für die Spielweise keine anderen Voraussetzungen. Die einzige Ausnahmen, die mir spontan einfallen sind "unglaublich" schlechte Karten oder "unglaublich" gute Karten. Bei einer solchen Konstellation kann man sich bei einem normalen Turnier weder gegen den ersten respektive den letzten Platz wehren und die Spielweise ist für den Erfolg unwichtig. Ganz anders beim Synchron-Skat, hier kann man mit den grausamsten Blättern durchaus das Turnier gewinnen bzw. mit den tollsten Karten den letzten Platz belegen.

Wie funktioniert die Auswertung im Detail?
1. Schritt: Zunächst wird für jeden Tische eine "Null-Summe" gebildet, d.h. die Punkte der Spieler werden so umgerechnet, dass die Summe für jeden Tisch gleich Null ist. Ein kleines Beispiel: Spieler A (1100 Punkte), Spieler B (1000 Punkte), Spieler C (900) Punkte => Spieler A (+100 Punkte) Spieler B (0 Punkte) Spieler C (-100 Punkte). Es macht also für die Gegenspieler einen Unterschied, ob der Solist "Schneider" gewinnt oder nicht.
2. Schritt: Jetzt werden die erzielten Punkte nach der Null-Summenwertung an den verschiedenen Positionen verglichen. Je stärker das Ergebnis vom Durchschnitt abweicht, um so weiter oben bzw. hinten landet der Spieler schließlich in der Endwertung. Ein kleines Beispiel: An Tisch 1 Spieler A1 (+100), Spieler B1 (0), Spieler C1 (-100). An Tisch 2 haben die Spieler A2, B2 und C2 dieselbe Punktzahl (in der Nullsummenwertung also alle Null) erzielt. Die Spieler A1 und C2 landen damit auf Platz 1 mit +50 Punkten, B1 und B2 mit 0 auf Platz 3 und die Spieler A2 und C1 mit -50 Punkten auf dem 5. Platz.
3. Schritt: Damit auch Listen mit in die Bewertung eingehen können, die nicht vollständig durchgespielt worden sind (dies sollte natürlich nach Möglichkeit nicht der Fall sein!), erfolgt die vorstehend genannte Berechnung nicht auf Basis der Gesamtpunkte sondern für jedes durchgeführte Spiel. Die Punkte werden am Ende aufsummiert und wenn alle Listen komplett durchgespielt wurden, führt dies zum selben Ergebnis.

Das klingt jetzt alles recht kompliziert - ist aber eigentlich unwichtig - versucht einfach so gut wie möglich zu spielen. Wenn euch dies gelingt, dann wird dies mit einer guten Platzierung belohnt.



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